SU Annen hat Endrunde im Visier

Autor: SUA Witten JUDO
Letzte Änderung: 16.01.2014

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Foto: Will auch in der kommenden Saison so manchen SUA-Sieg bejubeln: Annens Christoph Najdecki.Foto: Klaus Hartmann

In den letzten Wochen und Monaten haben die Verantwortlichen von Judo-Bundesligist Sport-Union Annen eifrig am neuen Kader gebastelt, der gleich mit mehreren Überraschungen aufwartet. Unter anderem neu am Kälberweg: der belgische Olympia-Dritte.

Zuletzt fand das Endrunden-Turnier der Judo-Bundesliga ohne die Beteiligung der Sport-Union Annen statt. „Das wollen wir in der kommenden Saison nicht schon wieder erleben“, sagt Trainer Benjamin Behrla und ist zuversichtlich, dass sich die Wittener 2014 nicht wieder mit der Zuschauerrolle begnügen müssen. Denn in den letzten Wochen und Monaten haben die SUA-Verantwortlichen eifrig am neuen Kader gebastelt, der gleich mit mehreren Überraschungen aufwartet.
„Wenn ich mir unsere Liste so anschaue - wir sind richtig gut aufgestellt. Das ist ein sehr schlagkräftiges Team“, freut sich Benjamin Behrla auf die anstehende Saison. Ist zwar noch ein Weilchen hin, doch am 10. Mai gilt’s - in der Auswärtspartie beim Hamburger Judo-Team wollen die Annener die Weichen stellen für eine erfolgreiche neue Saison. Insgesamt fünf Neuzugänge präsentiert die Sport-Union - und die sind allesamt nicht bloß als Ergänzung gedacht, sondern sollen sofort einschlagen.

Ja-Wort des belgischen Olympia-Dritten

Allen voran der international erfolgreiche Belgier Dirk van Tichelt. „Den hatte Aachen-Walheim zwar auf seiner Liste - gekämpft hat er für die aber nicht“, sagt Behrla über den amtierenden Olympia- und Weltmeisterschafts-Dritten in der 73-Kilogramm-Klasse. „Es gibt auf der Welt vielleicht ein, zwei Franzosen und einen Japaner, die ihn schlagen können - in der Bundesliga dürfte er eine Bank sein“, freut sich der SUA-Coach über den prominenten Neuzugang.

Max und Moritz verstärken die SU Annen

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Prominenter Neuzugang: Dirk van Tichelt (li.) war Dritter bei Olympia und bei der letzten WM.Foto: privat

Doch nicht nur um den 29-jährigen Belgier dürfte Annen die Konkurrenz beneiden. Auch Max Strote (bislang TV Aachen-Walheim) genießt in der Judo-Szene hohes Ansehen. Der Deutsche Vizemeister der 90-kg-Klasse von 2012 (damals Finalniederlage gegen Robert Dumke) besitzt mit seinen gerade 21 Jahren herausragende Perspektiven. Strote, der eigentlich aus Ladbergen im Münsterland stammt, hat fortan sein Erststartrecht für die SU Annen. „Ich freue mich riesig, dass er uns zugesagt hat. Max hat großes Potenzial“, schwärmt Benjamin Behrla.

Gemeinsam mit einem erst 17-jährigen Talent aus Hennef könnte Strote für eine herausragende Saison in Annen sorgen: Moritz Plafky wird in der 60-kg-Kategorie eingesetzt, wo die SUA weiter auch auf den Niederländer Jeroen Mooren baut. „Max und Moritz - das hört sich doch wirklich schon mal sehr vielversprechend an“, flachst Behrla. Ebenfalls neu im Aufgebot der Wittener: Hendrik Schreiber (Osnabrück; -81 kg) und Nico Kanning (+100 kg). Letzterer war ein besonderer Coup für den SUA-Coach: „Nico ist früher für Berlin angetreten, lebt jetzt in Paris und spielt dort in der 2. Liga Rugby. Als Trainingspartner von Frankreichs Schwergewichts-Weltmeister Teddy Riner hält er sich immer noch regelmäßig mit Judo fit“, berichtet Behrla. Als Jugendlicher gehörte Kanning dem deutschen Nationalkader an. „Ich hab’ ihn einfach mal gefragt, ob er nicht Lust hätte, für uns zu kämpfen.“ Hatte er. Wie die vier anderen Judo-Asse ebenfalls.

Oliver Schinkewitz

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