Facebook hilft bei Kader-Planung

Autor: SUA Witten JUDO
Letzte Änderung: 09.01.2014

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Foto: Die Bundesliga-Frauen der SU Annen wurden im letzten Jahr Vierte ihrer Staffel - diesmal darf es gerne auch ein wenig mehr sein. Die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Endrunde am 18. Oktober. Foto: Walter Fischer

„Wir wollen uns in jedem Jahr ein Stückchen verbessern“, sagt Daniel Möller, Trainer der Bundesliga-Damen von der Sport-Union Annen. Im vergangenen Jahr belegten die Judo-Amazonen vom Kälberweg in der Nord-Gruppe den vierten Rang, verpassten nur um Haaresbreite die Endrunde. „Vielleicht, wenn wir das entsprechende Quäntchen Glück haben, klappt’s ja bald damit, sich für die Runde der Besten zu qualifizieren“, so Möller.

Bislang spielte sich die Arbeit beim Bundesligisten aus Witten vornehmlich hinter den Kulissen ab - und der SUA-Coach hat da gewissermaßen schon seinen ersten Erfolg zu verbuchen. „Das war ganz schön aufwändig - aber ich denke, wir stehen jetzt ganz gut da“, betont Daniel Möller zufrieden. Da der Modus für die Kampftage der Damen-Bundesliga geändert und dem der Herren angepasst wurde, werden jetzt jeweils 14 Kämpfe pro Partie ausgetragen. Vier davon (maximal) dürfen von ausländischen Judoka bestritten werden - dementsprechend hat der SUA-Trainer seine Fühler auch im benachbarten Ausland ausgestreckt. „Da war mir unsere niederländische Kämpferin Esther Stam sehr hilfreich“, so Möller. Denn: „Wir können in der neuen Saison nahezu in jeder Gewichtsklasse auch eine Ausländerin aufbieten.“ Start der neuen Bundesliga-Serie ist am 10. Mai - dann geht es für die SU Annen zum Hamburger Judo-Team an die Elbe.
Zu dieser Staffel gehören darüber hinaus noch die PSG Brandenburg, der 1. JC Mönchengladbach sowie der JC 66 Bottrop - das waren in 2013 die drei Endrunden-Teilnehmer aus dem Liga-Norden. Da es keinen Aufsteiger aus der 2. Bundesliga gibt sowie der JC Osnabrück sein Team aus der Eliteklasse zurückgezogen hat, schrumpft das Starterfeld immer mehr. „Sehr bedauerlich, dass es so ist“, meint auch Daniel Möller. Denn mit nur fünf Teams in der Staffel bedeutet das, dass es auch für die Annener Damen lediglich zwei Heimkämpfe geben wird. Wenig Gelegenheit also, sich dem SUA-Publikum zu zeigen.

Um seinen erheblich erweiterten Kader zusammen zu bekommen, verbrachte Annens Damen-Coach so manche Stunde vor seinem Computer. „Schon gut, dass es diese moderne Kommunikations-Technik gibt. Über Google und Facebook lief da eine ganze Menge, um Kontakt zu den Sportlerinnen aufzunehmen“, sagt der 26-Jährige. „Ich weiß gar nicht, wie die Leute das früher gemacht haben, als es diese Möglichkeiten noch nicht gab“, muss er beinahe ein wenig schmunzeln. Über das eingehende Studium von zahllosen Ergebnislisten („auch bei großen Turnieren“) konnte sich Daniel Möller schließlich ein genaueres Bild von den Kämpferinnen machen, die für die SU Annen in Frage kamen. „Und man muss natürlich auch zusehen, dass man sich da nicht mit den anderen Vereinen aus unserer Region in die Quere kommt“, gibt der ehrgeizige Trainer zu bedenken.
Bislang kann Daniel Möller zwei Neuzugänge für die SU Annen vermelden. Von den Judo-Crocodiles aus Osnabrück kommt mit Clarissa Taube (+78 kg) immerhin die aktuelle Dritte der U 20-WM nach Witten, vom JC Hennef stößt Miriam Schneider (-48 kg) ein weiteres deutsches Top-Talent zum Annener Kader. „Beide haben großes Entwicklungs-Potenzial“, lobt der Coach seine beiden ersten Neuen.

Oliver Schinkewitz

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