Breitbarth verteidigt seinen DJB-Thron

Autor: SUA Witten JUDO
Letzte Änderung: 20.01.2014

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Auf Andreas Tölzer (li., hier eine Szene aus dem Bundesliga-Duell) traf André Breitbarth diesmal nicht. Seine Konkurrenten bei der Judo-DM in Ettlingen hatte er jedenfalls sicher im Griff.Foto: Oliver Schinkewitz

Ettlingen. Der alte Deutsche Meister im Judo-Schwergewicht ist zugleich auch der neue: André Breitbarth, Bundesliga-Kämpfer des SFV Europa Braunschweig in Reihen des Bundesligisten Sport-Union Annen, hat am Samstag im badischen Ettlingen mit Erfolg seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Keine fünf Minuten Kampfzeit benötigte der 23-Jährige für seine drei Duelle - besser hätte die Saison 2014 für den sympathischen Niedersachen kaum starten können.

„Diesmal war schon ein wenig mehr Konkurrenz da als noch im Vorjahr in Riesa“, meinte Breitbarth nach der DM. In der Tat waren bis auf Robert Zimmermann alle Schwergewichts-Asse (13 Starter) dabei, als es um die Medaillen ging. Die Auslosung hatte es so gewollt, dass es der Leiferder nach dem Freilos zu Beginn gleich auf Tobias Pahnke (Lüner SV) traf, den er aus gemeinsamen Zeiten bei der SU Annen ganz gut kennt. „Ich musste mich gegen ihn erst ein wenig zurechtfinden, bin aber dann gut in den Kampf gekommen“, so Breitbarth, der einen Fußfeger landete und das Duell mit einem Haltegriff nach nur 74 Sekunden beendete.
Im Halbfinale gegen Youngster Paul Elm (Potsdam), einen schon international erfahrenen U21-Judoka, hatte der Titelverteidiger eindeutig das größere Kraftpotenzial. Per Harai-goshi setzte sich Breitbarth nach 2:05 Minuten durch, stand einmal mehr im DM-Finale.

Hier ging es gegen Sven Heinle (SV Fellbach), der in den vorherigen Kämpfen gegen Thomas Pille und Pierre Borkowski einiges an Substanz gelassen hatte. „Sonst musste ich gegen Heinle oft über die ganze Distanz gehen - diesmal habe ich ihn schnell erwischt“, so der 23-Jährige. Zwar kassierte der Niedersachse eine Strafe, kam dann aber per O-soto-gari zum Erfolg, durfte sich nach 90 Sekunden Kampfzeit zum zweiten Mal als nationaler Judo-Champion feiern lassen.
Nicht ganz so gut lief es für Annens Nicki Graczyk (-66 kg), der nach einem Sieg über Maxim Shitov (TH Eilbeck) im Viertelfinale am Sindelfinger René Schneider scheiterte. In der Trostrunde unterlag er dann auch Boris Trupka (Ludwigshafen), wurde Neunter.

Keinen guten Tag erwischten in Ettlingen Sarah Mäkelburg (-70 kg) und Kyra Quast (-63 kg). Während die erst 16-jährige Mäkelburg gleich nach der ersten Niederlage die Segel streichen musste, verlor Quast auch zum Auftakt der Trostrunde.
Mit einem guten fünften Rang (wie im Vorjahr) in der Tasche endete die Meisterschaft für Hannah Schorlemmer. Die 28-Jährige verlor zwar zum Auftakt gleich gegen Emily Dotzler (Großhadern), gewann dann aber zweimal in der Trostrunde und verlor erst das „kleine Finale“ gegen die Heidelbergerin Selina Dietzer vorzeitig.
Ebenfalls Rang fünf gab’s für die SUA-Teamstarterin Rahel Krause (-78 kg), die im Halbfinale gegen die spätere Meisterin Luise Malzahn (SV Halle) verlor und im „kleinen Finale“ gegen Annika Heise (Hannover). Mit der Bronzemedaille kehrte Annens Neuzugang Clarissa Taube (+78 kg; Osnabrück) heim. Sie gewann den Kampf um Rang drei gegen Sabine Bonitz (Berlin).

Oliver Schinkewitz

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