Endrunde wäre der große Wurf

Autor: Administrator User
Letzte Änderung: 10.01.2013

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„Wir haben uns jetzt Jahr für Jahr verbessert - allmählich wird es Zeit, dass wir auch mal da ganz oben heranschnuppern“

„Wir haben uns jetzt Jahr für Jahr verbessert - allmählich wird es Zeit, dass wir auch mal da ganz oben heranschnuppern“, sagt Karlheinz Stump, Trainer der Judo-Damen von der Sport-Union Annen. In der letzten Bundesliga-Saison belegten seine Schützlinge im „Norden“ Rang vier, verpassten nur um Haaresbreite die Qualifikation fürs Endrunden-Turnier.

Immerhin erreichten die Annener Judo-Amazonen sehr gute 8:4-Punkte - lediglich beim Hamburger Judo-Team und gegen den 1. JC Mönchengladbach setzte es Niederlagen. Erstmals aber feierten die Wittenerinnen einen Sieg gegen die Überfliegerinnen von der PSG Brandenburg (4:3). „An diesem Tag hat eben einfach alles zusammengepasst“, sagt Karlheinz Stump. Auch den NRW-Rivalen JC 66 Bottrop bezwang die SUA am gleichen Kampftag - „sowas freut uns ja immer ganz besonders“, kann Stump den brennenden Ehrgeiz, gegen einen Revier-Rivalen die Oberhand zu behalten, nicht leugnen.

Auf ein Neues also nun im Jahr 2013 - am 4. Mai geht’s mit der schweren Auswärtsaufgabe in Mönchengladbach los. „Da haben wir ja noch was gutzumachen“, erinnert Annens Trainer an die chancenlose Vorstellung beim 1:5 im heimischen Dojo. Ganz wichtig für die SUA-Damen: Auch diesmal wird es wieder keinen Absteiger geben, da sich nun Bayer 04 Leverkusen freiwillig zurückgezogen hat. „Das ist natürlich sehr schade“, trauert Stump dem NRW-Duell hinterher. Obendrein ist er skeptisch, ob der TSV Hermannsburg in Liga eins halten wird. „Zumindest hört man da so einiges. Hermannsburg hatte schon in der letzten Saison kein gutes Team.“

Zunächst aber gilt mal die Konzentration der Formung des eigenen Kaders - und der wird sich bis auf wenige Ausnahmen fast unverändert präsentieren. Die Niederländerin Dani Libosan erwartet ihr erstes Kind, wird nicht mehr für die SU Annen antreten. Ebenso wenig ihre Landsfrau Nicoline Alberts, von der man sich mehr versprochen hatte. „In ihrer Gewichtsklasse sind wir ohnehin gut besetzt“, erklärt Stump. Externe Neuzugänge gibt es bei der SUA bislang noch nicht - auch wenn es die Verantwortlichen bei der einen oder anderen Kämpferin versucht hat. Unter anderem bei Sonja Wirth (Backnang), die dann aber doch für 2013 absagte. „Vielleicht klappt’s ja im nächsten Jahr.“

Bei der Westdeutschen U18-Meisterschaft will Stump noch einmal genau hinschauen, ob sich da nicht doch jemand für einen Wechsel nach Annen empfiehlt. „Unser Problem ist weiterhin die 48-Kilo-Klasse - und auch im Schwergewicht hätten wir Bedarf. Aber da gibt der Markt nicht viel her.“

Oliver Schinkewitz

Quelle WAZ