Packend auf Platz drei

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 28.12.2011

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Judo-Bundesligist SU Annen (6:6-Punkte) hat als Dritter der Gruppe Nord und einziger NRW-Klub im Viertelfinale zur Deutschen Mannschafts-Meisterschaft (DMM) zwei seiner Ziele gepackt. Ein weiteres wurde mit der 3:10-Pleite in der K.o.-Runde in Esslingen hingegen verpasst. Packend war´s auf jeden Fall.

Foto: Marcel Haupt (weiß) bot gute Kämpfe, belohnte sich durch einige Unachtsamkeiten aber nicht dafür. (Foto: Bock)

von Dietmar Bock

Eines blieb der SUA in diesem Jahr treu: das Verletzungspech. Mit Benjamin Behrla, André Breitbarth, Christoph Najdecki, Jeroen Mooren, Stefan Oldenburg, Marcello Greco und Florian Heimlich waren gleich sechs Stammkräfte längere Zeit verletzt, fielen ganz aus oder aber quälten sich über so manche Runde.

Hinzu kam ein verstärktes Interesse der nationalen Verbände an den Annener Kämpfern. Neben Behrla und Breitbarth wurden vor allem die deutschen Nachwuchs-Judoka Christopher Köllner und Nicki Graczyk sowie die Niederländer des Öfteren nachgefragt. So kam Mooren gar nicht in der Bundesliga zum Einsatz, Robby van Laarhoven und Hendrik Schoeman längst nicht so häufig wie in den Vorjahren.

Sprung ins Viertelfinale

Und dennoch schaffte die Staffel um Trainer Andreas Reeh erneut den Sprung unter die besten vier Teams im Norden und damit auch die Viertelfinalteilnahme. Letztere war angesichts der verstärkten Kader der Konkurrenz schwerer denn je zu erreichen - und das bei ungleich schlechteren Vorzeichen als in den Jahren zuvor.

In der Gruppenphase war für die Wittener Vorstädter viel mehr drin. Die knappen 5:6-Niederlagen beim entthronten Nord-Meister JC 90 Frankfurt/Oder und daheim gegen den starken Aufsteiger JC 66 Bottrop waren ebenso ärgerlich wie unnötig. Sie schmälerten die gute SUA-Bilanz zusehends und ließen das Weiterkommen trotz der klaren NRW-Derby-Erfolge gegen 1. JC Mönchengladbach (7:4) und bei TSV Hertha Walheim (8:4) sogar in Gefahr geraten.

Packung zum Abschluss

Denn neben dem herausragenden 8:5 gegen das wesentlich besser eingeschätzte Hamburger Judo-Team gab´s zum Abschluss die zu hohe 3:8-Packung gegen den Gruppen-Ersten UJKC Potsdam. Und diese hohe Niederlage hätte fast zum vorzeitigen Aus geführt. Erst die anderen Resultate des letzten Vorrunden-Kampftages sorgten für Erleichterung im Annener Lager. Hamburg (6:6-Zähler, 39:37-Kampfpunkte) blieb aufgrund des 9:5 in Walheim ebenso hinter der SUA (6:6, 36:33) zurück wie Bottrop (5:7, 6:8-Niederlage gegen den Vorletzten Gladbach).

So durfte der Vorjahres-DMM-Dritte erneut im Viertelfinale ran, wo er beim Süd-Zweiten KSV Esslingen durchaus eine Chance gehabt hätte, jedoch wegen der Ausfälle einiger Spitzenkämpfer auf den Einsatz des einen oder anderen Holländers verzichtete und klar mit 3:10 geschultert wurde.

Der Gastgeber, der später erst im Finale dem 17-maligen Meister TSV Abensberg unterlag, vermochte wegen internationaler und nationaler Nachwuchs-Turniere gegen Annen gleichfalls nicht seine Bestbesetzung aufzubieten. Somit war für die Schützlinge von Andreas Reeh deutlich mehr möglich. Und das trotz der vielen, schmerzhaften Ausfälle. Vielleicht aber haben sie sich diese Steigerungsmöglichkeit nur fürs neue Jahr aufbewahrt...

Quelle:[url]http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/witten/lokalsport/Packend-auf-Platz-drei;art936,1509241[url]