SUA blickt auf Wahnsinssaison zurück

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 17.12.2010

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Aller guten Dinge sind drei: Judo-Bundesligist SU Annen beendete die Saison 2010 erneut als Dritter. Nach 2006 und 2007 ist das die dritte Bronze-Medaille bei der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft in den letzten fünf Jahren. Eine Bilanz, die sich vor allem wegen des kleinen Budgets sehen lassen kann.

Ausgerechnet die beiden einzigen Niederlagen bilden den Rahmen dieser „Wahnsinns-Saison“ (O-Ton Trainer Andreas Reeh). Zum Auftakt verschenkte man beim knappen 6:7 in Hamburg einen Sieg. Und auch beim weiteren Punktverlust in der Vorrunde war in Potsdam mehr als das 6:6 drin. Alle anderen Duelle der Gruppe Nord entschieden die „Reeh-lein“ für sich. Meist mit viel Ersatz. Doch das Reeh-Motto „Jünger geht immer“ zog.

Personifizierte Marschrichtung

Christopher Köllner personifizierte diese Marschroute bestens. Der 17-Jährige kämpfte unbekümmert und hielt selbst gegen stärkste Gegner kraftvoll dagegen. Da reift ein Juwel heran, auch wenn der 66 kg-Kämpfer in der 1. Liga noch nicht gewinnen konnte.

Gar Geschichte schrieben die Annener beim alljährigen Nord-Favoriten JC 90 Frankfurt/Oder. Erstmals in der gemeinsamen Bundesligazugehörigkeit seit 1990 siegten die Ruhrstädter an der Oder. Nicht mehr so ungewohnt war indes die Nord-Meisterschaft, die man gleichfalls mitnahm.

Hauchdünner Sieg

Jedoch wurde die erst im letzten Gruppen-Kampf mit dem siegreichen NRW-Derby in Aachen perfekt gemacht. Ansonsten wäre die SUA nur Vierter geworden. Und das wäre eine Platzierung mit Folgen gewesen. Statt den Süd-Vierten JC Ettlingen im Viertelfinale zu Hause beim 5:5 hauchdünn erst mit 39:37 in der Unterwertung zu besiegen, hätte man zum Abo-Meister TSV Abensberg fahren müssen. Dort wäre dann das sichere Aus gekommen, sind die Niederbayern national doch nicht zu besiegen.

An die Abens fuhr man trotzdem, aber erst vier Wochen später – zur Finalrunde. Zwar kam dann in Abensberg auch das Aus, jedoch erst im Halbfinale. Dort unterlagen die Wittener ohne Benjamin Behrla, André Breitbarth, Jeroen Mooren, Robby van Laarhoven, Albert Fercher und Christoph Najdecki dem Süd-Zweiten JC Leipzig zu hoch mit 5:9.

Endrunde in Witten?

Neuer Titelträger wurde ebenso erwartungsgemäß wie verdient der 16-malige Meister Abensberg. Die SUA hingegen hätte mit dem Top-Team, das man 2010 nie aufbieten konnte, die Sachsen mehr fordern und sogar besiegen können. Aber vielleicht hat man sich das ja für 2011 aufgehoben. Da ist dann – bei einem Saisonverlauf wie 2010 – sogar die Endrunde in Witten drin. Vielleicht sogar ein Finale mit den dann gastgebenden Rot-Weißen.

Was der Trainer zur Saison sagt, wie die Personalplanung bei den Annenern aussieht und was das größte Problem der SUA ist, lesen Sie in der Samstagsausgabe (18.) der Wittener Ruhr Nachrichten.

Quellehttp://www.ruhrnachrichten.de/lokales/witten/lokalsport/SUA-blickt-auf-Wahnsinssaison-zurueck;art936,1130641