...2010 SUA Witten 2010...

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 28.12.2010

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Ein SUA Judojahr geht wieder zu Ende und es ist wieder sehr viel passiert auf und neben der Judomatte. Hier ein Überblick der erfolgreichen Judokas.

Im ersten Halbjahr hat sich mal wieder einiges ereignet.

Zunächst ist hier die EM-Bronzemedaille –100 kg von Neumitglied Benny Behrla zu nennen, der kurz zuvor auch im Einzelstartrecht zur Judoabteilung gewechselt ist.
Benny setzte sich in Wien eindrucksvoll gegen den Rumänen Daniel Brata, den Franzosen Cyril Maret und den Tschechen Lukas Krpalek durch, bevor er dann im Halbfinale dem Niederländer Henk Grol unterlag.
Im spannenden Kampf um Bronze gegen den Weißrussen Yauhen Biadulin holte sich Benny mit Waza-Ari und zweimal Yuko einen Yuko mehr als sein Kontrahent. Schlimm war, dass Benny sich in diesem Kampf das Innenband gerissen hat und so den letzten Teil des Kampfes überstehen musste. Also ein lachendes und ein weinendes Auge.
Zunächst also herzlichen Glückwunsch, verbunden mit der Hoffnung, dass Benny im Herbst wieder fit ist, um an der WM (erfolgreich) teilnehmen zu können und dass er auch der Bundesligamannschaft wieder zur Verfügung steht.

Glückwunsch auch an Mannschaftskollege Jeroen Mooren. Der holte sich auch bis 60 kg die Bronzemedaille für Holland. Marvin de la Croes (Ned/-90 kg) und Neuzugang Albert Fercher (Aut/-81 kg) waren die weiteren EM-Starter, die im SUA-Bundesligateam gemeldet sind. Die beiden blieben allerdings ohne Medaille.

Zu Jahresbeginn holten übrigens Benny und Miriam Dunkel (-70 kg) bei der DEM jeweils die Silbermedaille. André Breitbarth, der in der Bundesliga für die SUA kämpft, holte im Schwergewicht Bronze.

Und Miriam war mit Bennys Bruder Lutz, der auch in der Bundesligamannschaft kämpft, beim European Junior Cup (U20) in Leipnitz/Aut erfolgreich. Hier holten beide Bronze.

Bei der U20 DEM konnten wir zwar keine Medaillen verbuchen, Miriam war verletzt, aber unsere Nachwuchskämpfer Ayse Sahin (-52 kg) und Christopher Köllner (-66kg) wurden immerhin siebte. Für die beiden 17-jährigen ein großer Erfolg. Die Mannschaftskämpfer Lutz Behrla und Nicki Gracyk wurden fünfte.

Zuvor hatten unsere beiden Athleten bei der WDEM zusammen mit Rebecca Richter (+78 kg) und Mannschaftskämpfer Nicki Gracyk Silber geholt. Sarah Kasper (-44 kg) und Marteus Rycak (-90 kg) wurden gemeinsam mit Mannschaftskämpfer Lutz Behrla sogar erste. Monika Rycak (-70 kg) und Mannschaftskämpferin Tamara Fligg (+78 kg) kamen als Drittplazierte auf das Treppchen.

Bei der WDEM U17 holte Philipp Krachtus (-73 kg) den Titel, Sarah Kaspar (-44 kg) und Max Kischel (-81 kg) holten Bronze.

Anschließend sicherte sich Philipp bei der DEM einen hervorragenden dritten Platz. Beim internationalen Turnier in Ljubljana/Slovenien holte Philipp Gold.

Die U17 (m) Mannschaft des letzten Jahres wurde übrigens bei der EN-Sportlerwahl in der Kategorie „Mannschaft U18“ zweite, ebenso wie Alexandra Zwirner (Sportlerin U18), die übrigens zu Jahresbeginn bei den Dutch Open (U19) in Eindhoven Silber holte.

Stefan Oldenburg (-81 kg) hat gemeinsam mit Teamkollege André Breitbarth (+100 kg) das DJB-Ranglistenturnier gewonnen. Christoph Najdecki, (-66 kg) aus der Mannschaft, wurde zweiter.
Inzwischen hat es die ersten Kampftage in einigen Ligen mit SUA-Beteiligung gegeben.

In der Damen-Bundesliga gab es einen Kampftag. Am Kälberweg empfingen unsere Mädels die starken Teams vom UJKC Potsdam und vom Hamburger JT. Knapp unterlag unser Team den Hamburgerinnen mit 3:4, anschließend gab es eine Achtungsniederlage, da beim 2:5 den hoch favorisierten Potsdamerinnen immerhin zwei Punkte abgenommen werden konnten.

Die 2. Damenmannschaft hat in der Oberliga am ersten Kampftag die Begegnungen gegen Stella Bevergern (4:2), JC Wermelskirchen (5:2) und 1. Essener JC (6:0) gewonnen und steht somit punktgleich hinter dem JV Siegerland und vor dem Brander TV III.

In der Regionalliga der 2. Männermannschaft konnte unser Team am ersten Kampftag gegen den Beueler JC (5:2) und Ausrichter PSV Duisburg (4:3) gewinnen. Am 2. Kampftag gab es dann gegen Bushido Köln eine 2:5-Niederlage und gegen Hertha Walheim einen 4:2-Erfolg. Somit steht das Team auf dem vierten Tabellenplatz.

Vier Begegnungen gab es in der 1. Bundesliga.
Abgesehen davon, dass vier Leistungsträger unseres letztjährigen Teams (Christophe und Maxime Lambert, Max Rollwege und Tristan Behrens) nun wieder in ihrem Heimatverein Holle, der in die 2. Liga aufgestiegen ist, kämpfen, kam das Verletzungspech hinzu. Benny Behrla und Jonas Focke (Kreuzbandriss) sind hier leider nur eine kleine exemplarische Auswahl.

Bei den Begegnungen ging es also zunächst um Schadensbegrenzung, was dann auch insgesamt besser gelang als erwartet. Zunächst ging es zum Gruppe-Nord-Sieger und deutschen Vize-Meister, dem Hamburger JT. Trotz eines 2:5- Rückstands nach dem ersten Durchgang machte es eine geschlossene Mannschaftsleistung noch einmal richtig spannend. Die 6:7-Niederlage konnte dann unglücklicherweise doch nicht abgewendet werden.

Dann kam der SC Berlin zum Kälberweg. In den letzten Jahren gab es immer spannende Begegnungen mit offenem Ausgang. Dieses Mal war der Ausgang nicht so richtig offen. Die ebenfalls geschwächten Berliner wurden mit 11:3 nach Hause geschickt. Trotz des unerwartet deutlichen Sieges, gab es auch hier spannende und schöne Kämpfe.

Die dritte Begegnung fand beim UJKC Potsdam statt. Von der Papierform waren die Potsdamer ungefähr 2 Ligen besser. Daher war zunächst das Ziel, möglichst nicht 2-stellig unterzugehen. Der Wunsch ging dann auch in Erfüllung. Durch eine ebenfalls geschlossene Mannschaftsleistung und individuellen Fehlern auf Potsdamer Seite, konnten unsere Jungs mit einer 6:6-Punkteteilung nach Hause fahren. Auch hier wäre noch mehr möglich gewesen, aber das haben sich die Potsdamer wohl auch gedacht.

Am letzten Kampftag vor der Sommerpause sollte dann die Revanche nach der Niederlage im letzten Jahr gegen den 1. JC Mönchengladbach erfolgen. Wieder gab es spannende Kämpfe, am Ende stand es dann 8:5 für die SUA.

Und so ging’s dann in der zweiten Jahreshälfte weiter.

Bei den westdeutschen Meisterschaften der U14 wurde Jan Günther (-43kg) Meister, Marcel Eberhardt (-50kg) und Isabell Stark (-33kg) holten Bronze und Sarah Mäkelburg (-57kg) wurde Fünfte.

Beim international renommierten Roland-Cup in Bremen gewann Alexandra Zwirner (-57kg) die Goldmedaille, Sarah Kasper (-48kg) gewann Silber. Und mit diesen beiden Erfolgen holten die beiden auch noch den Pokal für die beste Vereinsmannschaft.

Bereits eine Woche zuvor haben die beiden in ihren Gewichtsklassen die Bonn Open gewonnen. Hier wurden außerdem Andreas Altergott Zweiter, Jose Philipp Dritter und Christopher Köllner Fünfter.

Andreas Altergott hat bis 66 kg dann auch noch beim internationalen U15-Turnier in Warschau Bronze erkämpft, Pascal Grundmann wurde bis 55 kg Fünfter.

Miriam Dunkel hat sich auf Bronze festgelegt. Auch beim European Junior Cup in Prag, bei der U20-IDEM in Berlin und schließlich bei der U20-EM in Samakov/Bul sicherte sich unsere Leistungsträgerin bis 70 kg jeweils die Bronzemedaille.

Stefan Oldenburg (-90kg) ist als Reservist übrigens Vize-Militär-Europameister geworden.

Unser niederländischer 90 kg-Bundesligakämpfer Robby van Laarhoven hat dann in seiner Gewichtsklasse den zum ersten Mal ausgetragenen Otto-European-Cup in Hamburg gewonnen.

Bei der WDEM in Herne gab in diesem Jahr viele Treppchen zu besteigen.:

In der 57-kg-Klasse holte Alexandra Zwirner Gold, Fatma van Winssen und Hannah Schorlemer jeweils Bronze. Außerdem gab es Bronze für Christopher Köllner (-66kg) und Kai Kirbschuss (-73kg).

Die Mannschaftskämpfer/innen Nicki Graczyk (-60kg) und Christoph Najdecki (-66kg) holten ebenfalls Gold, Lutz Behrla (-100kg) gewann Silber, Hans-Martin Kühn (-60kg) holte Bronze und knapp am Treppchen vorbei erreichten Kyra Quast (-63kg) und Simon Schäfer (-90kg) den undankbaren fünften Platz.

In der Oberliga der Männer gab es am 3. Kampftag starke Personalprobleme. So wurde die Fahrt nach Leverkusen abgesagt und die Kampfpartien gegen den TSV Bayer Leverkusen II und den PSV Bochum mit jeweils 0:7 verloren.

Am letzten Kampftag gab es dann eine Doppelbegegnung mit der Oberliga-Damenmannschaft am Kälberweg. Die Männer unterlagen dem 1. Godesberger JC mit 2:4 und gewannen gegen den Dortmunder BSV mit 4:3. Das bedeutet Platz 9 in der Abschlusstabelle der Oberliga, bei der 12 Teams teilnahmen.

Die Oberliga der Frauen konnte am 2. Kampftag in Bottrop gegen den JC 66 Bottrop II und den TSV Einigkeit Bielefeld jeweils mit 5:1 gewinnen.

Am 3. Kampftag in Witten gab es gegen den Brander TV III ein 3:3 Remis und einen 6:1 Erfolg gegen den JC 93 Bielefeld.

Es folgte der 4. Kampftag in Castrop-Rauxel. Hier gab es gegen den JC Kolping Bocholt ein 3:3 Unentschieden und gegen die Judoka Rauxel einen 6:1 Sieg.

Der 5. und letzte Kampftag fand auch am Kälberweg statt. Hier erzielten unsere Mädels zum Abschluss noch zwei weitere 5:1 Erfolge gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen und den JV Siegerland. Das bedeutet mit neun Siegen und zwei Unentschieden wird SUA II bei den Damen deutlich Oberligameister und kann im kommenden Jahr in der Regionalliga starten. Glückwunsch!

Bei den Männern kämpft SUA II bekanntlich bereits in der Regionalliga. Hier gab es am 3. Kampftag beim Heimkampf gegen den JC 66 Bottrop II einen 5:2 Sieg sowie gegen die JKG Essen eine Niederlage in gleicher Höhe.

Gegen den Ligaersten BTW Bünde gab es dann am letzten Kampftag in der Regionalliga ebenfalls einen 5:2 Erfolg, der JC Gelsenkirchen war nicht nach Witten angereist, dieser Kampf ging also mit 7:0 an die SUA II. Somit erreichte die Mannschaft in der Abschlusstabelle punktgleich hinter den JC Bushido Köln und dem BTW Bünde den 3. Rang.

Das Bundesliga-Damenteam konnte bei den Derbybegegnungen in Leverkusen gegen das Bayerteam mit 6:1 punkten und musste sich in gleicher Höhe gegen den 1. JC Mönchengladbach geschlagen geben.

Als nächstes fand zusammen mit der Männermannschaft eine Doppelveranstaltung am Kälberweg statt. Unsere Mädels hatten nur eine Begegnung, die endete gegen den Brander TV unentschieden mit 3:3.

Die letzten Begegnungen in der Bundesliga führten unsere Mannschaft nach Brandenburg. Hier gab es erwartungsgemäß gegen die beiden Top-Teams klare Niederlagen. 1:6 gegen FT Neumünster, 0:7 gegen die PSG Dynamo Brandenburg. Somit gab es zum Saisonabschluss den 7. Tabellenplatz.

Bei den Männern ging es nach der Sommerpause zum JC 90 Frankfurt/Oder. In Frankfurt gab es bisher keinen Blumenpott zu gewinnen, dieses Mal schon. Durch beherzte Einzelkämpfe stand es am Ende 7:6 für die SUA. Trotz vieler Verletzungssorgen konnte so der Anschluss zur Tabellenspitze gehalten werden, auch wenn unser Team durch den höheren Sieg Potsdams gegen Berlin sich auf den 3. Platz vorschob und unsere Jungs auf den vierten Platz zurückfielen.

Beim letzten Heimkampf der Vorrunde, der mit unseren Damen am Kälberweg ausgetragen wurde, war der Angstgegner Braunschweiger JC zu Gast. Dieses Mal reisten die Braunschweiger nur mit einer geschwächten Truppe an. Im 2. Durchgang konnten einige Begegnungen von den Braunschweigern nicht besetzt werden, so dass es am Ende 11:3 für die SUA stand und die Tabellenspitze punktgleich vor Potsdam übernommen werden konnte.

In der letzten Begegnung der Vorrunde ging es zu Hertha Walheim, der Überraschungsmannschaft, die in der Tabelle lange vor der SUA stand. Potsdam musste in Mönchengladbach antreten. Diese Begegnung fand zeitlich eher statt, die versprochene Unterstützung der Mönchengladbacher blieb aus, Potsdam gewann mit 11:3 und unser Team musste mit mindestens 9:5 gewinnen, um den ersten Tabellenplatz in der Vorrunde zu halten. Unsere Jungs gewannen dann mit 10:3 und konnten so als Tabellenführer Nord das Viertelfinale zu Hause gegen den Südvierten, den JC Ettlingen, austragen.

Dieses Viertelfinale wurde dann in einem Krimi entschieden, der aufgrund der besseren Unterbewertung für die SUA 5:5 ausging. Den entscheidenden Punkt lieferte André Breitbarth im Schwergewicht – im vorletzten Kampf des Abends.

André, der dieses Jahr alle Kämpfe in der Bundesliga gewonnen hat, konnte dann nicht mit zur Finalrunde nach Abensberg, da zeitgleich die U23-EM in Sarajewo stattfand.
Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft blieb dieses Mal das Wunder aus. Am Ende gab es gegen den JC Leipzig eine 5:9 Niederlage, bei einigen Kämpfen fehlte dieses Mal das entscheidende Quäntchen, so dass am Ende (wieder) die Bronzemedaille für die SUA heraussprang.

Ach ja, André war ja bei der U23 EM. Da ist 20-jährige, der letztes Jahr Bronze bei der U20-WM geholt hat, in seinem ersten Jahr Europameister geworden. Das lässt hoffen für die Zukunft. Glückwunsch!

Am 05. Dezember fand wieder das alljährliche Nikolausturnier der kleinsten SUA Judoka im Dojo statt, Elten und Großeltern konnten wieder staunen, was ihre kleinen Judokas so gerlernt hatten.

Den erfolgreichen Jahresabschluss machten dann die SUA Judoka beim Mixedturnier in Hattingen und gewannen das gemischte Turnier in einem spannenden Finale gegen die Kampfgemeinschaft aus Aachen.

Wir wünschen einen guten Rutsch ins Jahr 2011 und hoffen, an den Erfolgen aus 2010 wieder anknüpfen zu können.