Warum in dieser Saison für Annen nicht mehr möglich war

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 30.12.2008

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Frei nach dem Gassenhauer „Nimm‘ mich mit, Kapitän, auf die Reise“ hat Judo-Bundesligist SU Annen die diesjährige Saison, die jetzt mit der Finalrunde in Abensberg zu Ende geht. Ohne die SUA - die Mannschaft schied früher aus als in den Vorjahren. Über Ursachen und Hintergründe - eine Saisonanalyse.

Applaus für die SU Annen. Mit diesem Kader erreichte die Mannschaft das Viertelfinale, schied in diesem Jahr jedoch aus. Foto: Robert Szkudlarek

Nur durch die vier Auswärtssiege in der Vorrunde zog SUA ins Viertelfinale ein. Daheim gab es bei drei Auftritten am Kälberweg ausschließlich Niederlagen. Deswegen frohlockte das Trainer-Duo Andreas Reeh und Holk Silbersack vor jeder Reise: „Hauptsache auswärts!“

In Bayern waren die Annener, die in den beiden Jahren zuvor stets die Endrunde packten und jeweils Dritter geworden sind, gestern beim Finale nicht dabei. Und das hat zwei gravierende Gründe: Zum einen verloren sie dann doch einen Auswärtskampf, nämlich das Viertelfinale beim übermächtigen TSV München-Großhadern. Mit 6:8 fiel die Niederlage jedoch deutlich knapper aus, als dies angesichts der gewaltigen personellen Probleme zu befürchten war.

"Mit einer normalen Aufstellung wäre mehr drin gewesen"

„Mit einer normalen Aufstellung wäre hier mehr drin gewesen“, so Holk Silbersack nach dem München-Kampf, bei dem er wiederum mehr als ein komplettes Team ersetzen musste.

Und da wären wir auch schon beim zweiten Problem, dem Hauptgrund für die verpasste Endrunde: Nie konnten die SUA-Trainer ihre Wunschformation aufgrund von Verletzungen und Abstellungen von Nationalmannschafts-Judoka auch nur annähernd aufbieten. Vielmehr galt es immer wieder, zu improvisieren.

Das gelang angesichts der teilweise hohen Zahl fehlender Judoka erstaunlich gut. Doch schon in der Vorrunde war klar, dass selbst die zweite Runde, die in den Jahren zuvor meist leicht geschultert worden war, in 2008 nur schwer zu erkämpfen ist.

Darum kann es im nächsten Jahr besser werden

Im letzten Ligaduell glückte dies mit dem knappen 7:6-Erfolg beim TSV Hertha Walheim. Doch gegen eine solch routinierte Mannschaft wie den zehnmaligen Deutschen Mannschafts-Meister TSV Großhadern reichten die letzten Kräfte dann nicht mehr.

Immerhin erkämpfte sich die SUA mit der Viertelfinalteilnahme das Optimum einer ansonsten unter einem ungünstigen Stern stehenden Saison. Da kann es im nächsten Jahr nur besser werden, zumal Annens nationale Top-Junioren in den Seniorenbereich wechseln und dann nicht so oft wie in diesem Jahr fehlen werden.

Und den eingangs zitierten Gassenhauer will man dann auch nicht mehr hören. 2009 sollen wieder Heimsiege her.