Damen Bundesliga: Allen Widrigkeiten getrotzt

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 30.12.2008

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Am Samstag (11. Oktober) kämpfen bei den Judo-Frauen in Leipzig die drei besten Teams aus der Gruppe Nord und der Gruppe Süd um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft. Nicht dabei ist die Sportunion Annen, die mehr mit Verletzungen als mit ihren Gegnern zu kämpfen hatte.

Foto: SU Annens Patricia Hutter (blau) blieb in ihren drei 57 kg-Duellen unbesiegt. Ihre Bundesliga-Bilanz: Zwei Siege, davon einer durch Ippon, und ein Remis. Foto: Dietmar Bock

So konnten die Annener nicht mit den Top-Teams der Gruppe Nord mithalten. Gemeinsam mit dem Sechsten Hamburger JT landete das SUA-Team (beide 4:10-Zähler) um die Trainer Karlheinz Stump und Hinnerk Gölnitz im unteren Tabellen-Drittel. Da Hamburg bei 16:28 gegenüber 14:30-Einzelsiegen die bessere Statistik aufweist, stehen die Hanseaten vor den Westfalen.

Platz sieben war bereits ab dem zweiten Doppel-Kampftag in Brandenburg der Stammplatz der SUA. Nur bei der Saisonpremiere in Hamburg erkämpfte man sich einmal Rang fünf. Möglich machte dies der überraschende 4:2-Erfolg gegen das gastgebende Judo-Team.

Verletztenmisere verhinderte bessere Ergebnisse

Diesem Sieg folgte lediglich das 4:1 gegen den punktlosen Letzten. Die Hertener Panther erwiesen sich dabei als zahnlos. Absteigen müssen sie dennoch nicht, da SC Berlin sein Team vor Saisonbeginn zurückgezogen hat.

Annens Niederlagen gegen den starken Aufsteiger PSV Rostock (2:5), der sich die Konkursmasse des SC Berlin sicherte, sowie gegen die beiden überragend kämpfenden Vorjahresfinalisten UJKC Potsdam (0:7) und PSG Dynamo Brandenburg (1:6) waren von vornherein unvermeidbar. Mehr hatte sich das Wittener Trainer-Duo im NRW-Heim-Derby gegen den 1. JC Mönchengladbach (1:4) sowie beim Judo-Team FT Neumünster / TS Einfeld (2:5) ausgerechnet. Doch da schlug die Verletztenmisere richtig zu.

Youngster Hannah Karrasch bestritt sechs Kämpfe

In Neumünster ließ die SUA mit Einwilligung der Gastgeber sogar zwei Kategorien (63 kg, 70 kg) frei, weil ansonsten Hannah Schorlemmer und Viola Stephan für weitere Landesliga-Einsätze gesperrt gewesen wären. Von den sieben Neuen kamen Ex-Olympia-Siebte Hannah Ertl (78 kg), Corinna Durchfeld, Leena Behrla (beide 70 kg) und Sabrina Hoffmann (48 kg) wegen Schwangerschaft oder Verletzung nicht zum Einsatz.

Maike Heinz (78 kg) stand nur zwei- und Patricia Hutter (63 kg) lediglich dreimal auf der Matte. Da musste Youngster Hannah Karrasch (52 kg) richtig "in die Vollen". Sechs der sieben Kämpfe bestritt sie. Eigentlich sollte Karrasch erst langsam an die 1. Bundesliga herangeführt werden.

Gemessen an all diesen Widrigkeiten boten dien SUA-Frauen "eine supertolle Leistung", wie es Coach Karlheinz Stump formulierte.