Jahresrückblick 2006 der Minis

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 20.12.2006

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Kleine ganz groß!

Es war wieder einmal soweit: Zweimal im Jahr laden die Minis ihre Eltern, Oma und Opa, Onkel und Tanten ein, nicht nur eine Runde im Dojo – unsere Judohalle – zu drehen. Die Uhr zeigt gerade 15.31 Uhr. Ok, das Training kann beginnen. Ein Blick in die Runde verrät vieles: Die lieben Kleinen strahlen um die Wette. Kein Wunder, Mama ist mit. Der Papa auch. Stolze Großeltern dürfen wir auch erleben. Bleibt nur zur klären: Wer ist wohl aufgeregter? Ist der Puls schon hoch? Hoch genug? Die meisten Erwachsenen wissen nicht so recht, was sie jetzt wohl erwartet. Ganz klar: Knallhartes Aufwärmtraining, gezieltes Techniktraining und einen Abschluß-Zirkel.
Nicht wirklich. Sabine Wittig, Stefan Oldenburg und Tanja Schneider wissen: Selbst das normale Kindertraining reicht schon, um alle ins Schwitzen zu bekommen. Also geht’s los mit dem obligatorischen Hundefangen. Eigentlich ganz einfach: Ein paar Hunde ausgesucht, Grenzen abgesteckt und schon kommt der Startschuss. Anschlagen reicht. Wer angeschlagen wurde, muss mitkrabbeln und die anderen fangen. Leichter gesagt als getan. Gar nicht so einfach, auf allen Vieren voran zu kommen und dann noch potenzielle „Opfer“ finden. Doch nach ein paar Minuten haben die ehrgeizigen Hunde alle Zweibeiner gefangen. Nächste Runde.
Das Monsterfangen darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Diesmal muß man den anderen herunterziehen. „Nein, lass das sein“, sagt die zweijährige Laura dem ihr unbekannten Lukas im weißen Judoanzug. Ein breites Grinsen macht sich bei dem Trainer-Trio breit. Sie darf heute auch ausnahmsweise mitmachen. Sie ist eigentlich noch zu klein und jung für unsere Pampers-Liga, wie wir die Gruppe auch schon mal liebevoll nennen. Heute darf aber jeder mal schnuppern.
Daher starten wir nach dem Aufwärmen auch mit einer entscheidenden Grundlage: der Fallschule. Die muss man sicher beherrschen, um sich beim Judo – insbesondere den Standtechniken – nicht zu verletzen. Kein Wunder also, dass das Team dem Fallen grundsätzlich eine große Bedeutung schenkt.
Heute wird – nach einer kurzen Pause – ein großer Kreis gemacht. Rückwärts steht als erstes auf dem Programm. Kinn auf die Brust, langsam nach hinten rollen und mit beiden Armen lang und feste auf die Matte abschlagen. Abstützen gilt nicht. Tut nur weh. Ein zweite Mal, ein drittes Mal folgen. Zur Seite fallen wird auch noch erklärt. Muss sein. Dafür wird „Vorwärts“ gestrichen. Stefan, Sabine und Tanja haben noch viel vor – 60 Minuten sind eigentlich viel zu kurz.
Damit es nicht zu schwierig wird für die Meute auf der Matte, gehen wir im Technikteil in den Boden – also in die Bodenarbeit. Stefan erklärt einen Haltegriff. Was ist überhaupt ein Haltegriff? Wann ist ein Haltegriff ein Haltegriff; ein guter oder ein schlechter? Gemeinsam üben Groß und Klein den „Kesa-Gatame“. „Hiermit könnt Ihr dann Sonntag Eure Eltern festhalten und ums Taschengeld feilschen“, sagt Stefan schmunzelnd. Die Eltern protestieren: „ Wir aber auch!“. Die Stimmung ist gut. Es wird geschwitzt, gelacht und gemeinsam Judo gemacht. So, es wird Zeit für ein paar Übungskämpfe (Randori) – besser gesagt Kämpfchen. Denn einige Regeln werden ausnahmsweise außer Kraft gesetzt. Da kämpfen Emilia und ihre Mama plötzlich gemeinsam gegen den Papa. Auch Isabella und Laura stürzen sich auf Wolfgang. Und Jona trägt voller Stolz Mamas schwarzen Gürtel.
Klar, das Abschlussspiel darf nicht fehlen: „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ Schnell müssen noch die kleinsten Gäste in Sicherheit gebracht werden, dann ist klar: Die Meute ist schon wieder los. Die Zeit ist um. Die nächste Gruppe drängelt sich schon an der Türen, wollen auf die Matte. Ein letztes Mal in diesem Jahr müssen sich sowohl die Minis als auch die Großen konzentrieren – Stille, Ruhe kehrt ein. Es wird abgegrüßt.
Keine Sorge, im nächsten Jahr geht’s weiter. Nach den Ferien starten die Minis wieder durch: Am Freitag, 12. Januar 2007, beginnt um 15.30 Uhr wieder das Training.
Dann, vor den Sommerferien, lassen wir die große Meute wieder los. Versprochen!

Eure Tanja Schneider, Bine Wittig und euer Stafan Oldenburg